2 април 2011 г.

GOETHE UND DIE DEUTSCHE PHILOSOPHIE

Goethe und die deutsche Philosophie

Stepan K. Byulbyulyan

(Beitrag zum Goethe-Symposium der Goethe-Gesellschaft, Sofia. Oktober 2002, erschienen in: Goethe: Faust. Neue Interpretationen. Bibliothek „Germanistische Studien“. 2005 (bulg.: Гьоте и немската философия. Публикувано в "Гьоте: Фауст. Нови интерпретации". Съст. Николина Бурнева. Изд. на Литературно сдружение Гьоте в България, Изд. ПИК, В. Търново, 2005, с. 121 - 140)


ZUSAMMENFASSUNG

Es wird behauptet, dass „Faust“ ein philosophisches Werk ist. Es wird aber das Philosophische in diesem Werk und überhaupt bei Goethe nicht richtig verstanden bzw. ignoriert. Ein Beweis dafür ist, dass er von gewissen Kreisen, besonders Zeitgenossen als „Weltbürger“ bezeichnet und scharf kritisiert wird. Goethes Weltanschauung bzw. Weltbild und Philosophie unterscheidet sich nicht nur von zeitgenossichen sondern auch von gegenwärtigen Autoren.
Der Grundunterschied zwischen Goethe und seinen namhaften Zeitgenossen: Philosophen, Schriftstellern, Linguisten, ganz allgemein genannt: Denkern (Fichte, Hegel, Arndt, W. v. Humboldt, J. Grimm u.a.), die die heute herrschende deutsche Philosophie und Kultur geschaffen haben, besteht im Folgenden.
Die obengenannten Denker schaffen auf Grund starker nationalistischen Gefühle ein stark mystisch-mythologisches, religionisiertes und gleichzeitig stark politisiertes Weltbild, in dem die Deutschen die auserwählten sind. Dieses Weltbild ist von der Wahrheit und Leben weit entfernt. Auf Grundlage dieses Weltbildes entwickeln die og. Denker und ihre Anhänger und Nachfolger ein Wertsystem, eine Denkweise, eine Philosophie, Phililogie bzw. Linguistik oder Sprachwissenschaft usw., kurz Geisteswissenschaften.  Demzufolge sind auch diese Wissenschaften weit von der objektiven und realen Welt, Praxis und Leben entfernt. Dieses Weltbild wird aber mit allen Mitteln durchgesetzt und verteidigt, und der freie Geist, das freie Denken verfolgt. Ein Beispiel dafür sind die Junggrammatiker. Gefragt ist nur das Denken in den Rahmen dieses Weltbilds, gefragt ist der untertänische Geist. Vorbild und Grundlage dieses Weltbildes ist die Thora, die Kabbala, das jüdische Denken.
Demgegenüber ist Goethe ein freier, suchender, forschender Geist. Er schafft ein völlig anderes Weltbild, nämlich auf Forschungen, auf das reale Leben und darauf entwickelt seine Philosophie. Diese Tatsache unterscheidet ihn sogar von Schiller: „Beide Dichter suchten Halt in der Antike und in deren Renaissance, doch kam Goethe von der Erfahrung einer neuen Objektivität her, die ihm die wissenschaftliche Naturbetrachtung vermittelte, während Schiller eher der kritischen Philosophie I.Kants verbunden war.“(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001. Als Vorbild wurde der Hellenismus. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welte: religiöse und weltliche und meiner Meinung nach durften Geistewissenschaften auch auf der Grundlage der weltlichen Anschauung an den Universitäten offiziell  anerkannt und zugelassen werden.

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