7 април 2011 г.

DIE ZUSAMMENSETZUNGEN IM DEUTSCHEN

DIE ZUSAMMENSETZUNGEN IM DEUTSCHEN

EINE KRITIK AN DER DESEMANTISIERUNGS-ANNAHME


Stepan Byulbyulyan /Bülbüljan/


Universitätsverlag „KLIMENT OHRIDSKI“ Sofia, 1989, S. 97


Im Buch werden gewisse theoretische und praktische Probleme der Wortbildung der deutschen Sprache und genauer der Zusammensetzungen aus Sicht der Übersetzung behandelt. Es werden die semantischen Verhältnisse zwischen dem ersten und zweiten Glied aufgezeigt und wird eine neue Klassifizierung der zusammengesetzten Substantive vorgeschlagen; es wird die Vorgehensweise ihrer Lösung ohne Änderung der Bedeutung, die sie tragen, aufgezeigt. Es werden auch die semantischen Verhältnisse in den Konstruktionen Adjektiv(e) + zusammengesetztes Substantiv aufgezeigt, indem neue bis heute unbekannte bzw. unbeschriebene Beziehungen festgestellt werden. In Anlagen werden die Bedeutungen einiger Sprachelemente im Deutschen behandelt und festgestellt. In Anlage wird das „Rezept“ für die Übersetzung der zusammengesetzten Substantive und der Konstruktionen Adjektiv(e) + Kompositum aus Deutsch in jede beliebige Sprache mit konkreten Beispielen aus Deutsch ins Bulgarisch, Russisch, Slowakisch, Polnisch, Englisch, Spanisch und Italienisch.


Das Buch ist für einen weiteren Leserkreis vorgesehen: Übersetzer, Linguisten, Soziolinguisten, Komparativisten, die sich mit Terminologie/Fachwörter beschäftigen und alle, die sich für die Probleme der Wortbildung der deutschen Sprache interessieren.


INHALT                                   S.


Einleitung 5

Voraussetzungen 12

Untersuchungsmethoden 14

1. Historismus 14

2. Semantische Analyse und Auflösen 14

3. Übersetzung 19

4. Attribution 19

Begriffe 19

1. Wort 20

2. Suffix 20

3. Zusammensetzung 21

Klassifizierung der zusammengesetzten Substantive 25

Kriterien des Übergangs zum Suffix 30

1. Zum Kriterium “Reihenbildung” 31

2. Zum Kriterium “Verallgemeinerung der Bedeutung” 34

3. Zum Kriterium “Verschiebung im Bedeutungsverhältnis” 35

4. Zum Kriterium “Ein formales Äquivalent im freien Gebrauch

mit anderer Bedeutung” 39

Der Übergangsprozess 43

Die Haltlosigkeit der Desemantisierung-Annahme 50

Die negativen Auswirkungen der Suffix-Annahme 52

Schlussfolgerungen 55

Anlage 1: “Über die Begriffe Wort, Suffix und Präfix” 60

Anlage 2: “Ist ‘-schaft’ nur ein Suffix?” 76

Anlage 3      86

Anlage4: “Über die Herkunft der Suffixe -heit und -tum” 87

Anlage 5: “Die Übersetzung der zusammengesetzten Substantive

aus dem Deutschen in jede beliebige Sprache” 94










2 април 2011 г.

GOETHE UND DIE DEUTSCHE PHILOSOPHIE

Goethe und die deutsche Philosophie

Stepan K. Byulbyulyan

(Beitrag zum Goethe-Symposium der Goethe-Gesellschaft, Sofia. Oktober 2002, erschienen in: Goethe: Faust. Neue Interpretationen. Bibliothek „Germanistische Studien“. 2005 (bulg.: Гьоте и немската философия. Публикувано в "Гьоте: Фауст. Нови интерпретации". Съст. Николина Бурнева. Изд. на Литературно сдружение Гьоте в България, Изд. ПИК, В. Търново, 2005, с. 121 - 140)


ZUSAMMENFASSUNG

Es wird behauptet, dass „Faust“ ein philosophisches Werk ist. Es wird aber das Philosophische in diesem Werk und überhaupt bei Goethe nicht richtig verstanden bzw. ignoriert. Ein Beweis dafür ist, dass er von gewissen Kreisen, besonders Zeitgenossen als „Weltbürger“ bezeichnet und scharf kritisiert wird. Goethes Weltanschauung bzw. Weltbild und Philosophie unterscheidet sich nicht nur von zeitgenossichen sondern auch von gegenwärtigen Autoren.
Der Grundunterschied zwischen Goethe und seinen namhaften Zeitgenossen: Philosophen, Schriftstellern, Linguisten, ganz allgemein genannt: Denkern (Fichte, Hegel, Arndt, W. v. Humboldt, J. Grimm u.a.), die die heute herrschende deutsche Philosophie und Kultur geschaffen haben, besteht im Folgenden.
Die obengenannten Denker schaffen auf Grund starker nationalistischen Gefühle ein stark mystisch-mythologisches, religionisiertes und gleichzeitig stark politisiertes Weltbild, in dem die Deutschen die auserwählten sind. Dieses Weltbild ist von der Wahrheit und Leben weit entfernt. Auf Grundlage dieses Weltbildes entwickeln die og. Denker und ihre Anhänger und Nachfolger ein Wertsystem, eine Denkweise, eine Philosophie, Phililogie bzw. Linguistik oder Sprachwissenschaft usw., kurz Geisteswissenschaften.  Demzufolge sind auch diese Wissenschaften weit von der objektiven und realen Welt, Praxis und Leben entfernt. Dieses Weltbild wird aber mit allen Mitteln durchgesetzt und verteidigt, und der freie Geist, das freie Denken verfolgt. Ein Beispiel dafür sind die Junggrammatiker. Gefragt ist nur das Denken in den Rahmen dieses Weltbilds, gefragt ist der untertänische Geist. Vorbild und Grundlage dieses Weltbildes ist die Thora, die Kabbala, das jüdische Denken.
Demgegenüber ist Goethe ein freier, suchender, forschender Geist. Er schafft ein völlig anderes Weltbild, nämlich auf Forschungen, auf das reale Leben und darauf entwickelt seine Philosophie. Diese Tatsache unterscheidet ihn sogar von Schiller: „Beide Dichter suchten Halt in der Antike und in deren Renaissance, doch kam Goethe von der Erfahrung einer neuen Objektivität her, die ihm die wissenschaftliche Naturbetrachtung vermittelte, während Schiller eher der kritischen Philosophie I.Kants verbunden war.“(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001. Als Vorbild wurde der Hellenismus. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welte: religiöse und weltliche und meiner Meinung nach durften Geistewissenschaften auch auf der Grundlage der weltlichen Anschauung an den Universitäten offiziell  anerkannt und zugelassen werden.